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MANAGEMENTBRIEF Nr. 24 - 07 / 2011

Infos zum Management von Organisationen

Inhalt

1. Veranstaltungstermine
2. DFSD - Design for Sustainable Development
3. Eco-Social Entrepreneur Programm
4. CR, CSR, CG, CC, ISO 26000 und EFQM
5. Impressum

1. Veranstaltungstermine

Die nächsten Termine sind:

  • DFSD - Design for Sustainable Development 20. - 22.09.2011
  • TRIZ Einführung 03. - 04.10.2011
  • Eco-Social Entrepreneur Programm ab 10.10.2011

Alle Termine inkl. Preise und Anmeldeformular finden Sie auf unserer Homepage:
http://www.interquality.de/seminare/preise_termine.html

2. DFSD - Design for Sustainable Development

Lean Six Sigma, DMAIC und DFSS (Design for Six Sigma) sind für viele von Euch bereits ein wichtiges Instrument geworden. Häufig, wenn nicht meistens, werden diese Vorgehensweisen jedoch für Kostenreduzierung, Optimierung von Produkten die nicht unbedingt der Gesellschaft insgesamt dienen oder Arbeitsplatzabbau und -verlagerungen genutzt. Wir haben uns als jahrelanger Six Sigma Anbieter von diesem Trend abgewandt und nutzen die wirkungsvollen Werkzeuge um neue, sinnvolle Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und um eine nachhaltige Absicherung von Arbeitsplätzen in den Regionen zu unterstützen. Dafür wurden das DFSD (Design for Sustainable Development) und das "Innovator for Sustainability" Entrepreneur Programm entwickelt. Diese Programme werden ab September als Prototypen getestet und ihr seid zur Teilnahme und Weiterentwicklung aufgefordert. Bei beiden Programmen ist das Hauptziel konkrete Projekte mit Produkten zu realisieren, die beispielhaft für eine nachhaltige Entwicklung stehen.

Autor: Johannes Pfister

3. Eco-Social-Entrepreneur Programm

Der Prototyp des "Innovator for Sustainable Development" Programms startet am 10. Oktober 2011. Dieses erste Eco-Social Entrepreneur Programm richtet sich an alle Menschen und Unternehmen, die eine gemeinsame Lernreise für ein Jahr unternehmen möchten um Produkte oder Systeme mit nachhaltiger Wirkung zu entwickeln und umzusetzen. Wer Zeit sinnvoll investieren möchte, für den wird dies ein spannendes Experiment mit Erlebnissen und Erkenntnissen für jeden Teilnehmer und wertvollen Impulsen für alle beteiligten Unternehmen.
Link zu Detailinformationen über das Programm.

4. CR, CSR, CG, CC, ISO 26000 und EFQM

Nachhaltige Entwicklung, kontinuierliches Lernen und die konsequente Übernahme der umfassenden Verantwortung (CR - Corporate Responsibility) für gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen der unternehmerischen Aktivitäten ist ein MUSS für jede zukunftsorientierte Organisation. Der Veröffentlichung der ISO 26000 im November 2010 ging ein Prozess von 6 Jahren voraus in dem Konsenslösungen, aber auch einige Kompromisse für den Leitfaden gefunden wurden. Weitere wichtige Grundlagen für unternehmerisches Handeln sind die UNGC (United Nations Global Compact), CDP (Carbon Disclosure Projekt), die Prinzipien der ILO (Internationale Arbeitsorganisation), Sozialnorm SA 8000 (Social Accountability), das Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001, REACH für den Umgang mit Chemikalien, die OECD-Leitsätze für multinationale Organisationen und die GRI (Global Reporting Initiative). Wie ihr aus dieser unvollständigen Aufzählung seht, ist die Aufgabe für eine verantwortungsvolle Organisation nicht einfach!

Was ist nun das besondere an der ISO 26000? Die Norm ist ein Leitfaden der

  • für alle Arten von Organisationen gilt,
  • der alle Interessensgruppen in den Prozess einbezieht (Multi-Stakeholder),
  • auf bestehende Initiativen und Standards aufbaut und diese in Beziehung setzt,
  • konsequente Erwartung der ISO 26000 über bestehende Regelungen hinaus Lieferanten und Partner auszuwählen, die selbst CR-mäßig handeln und
  • Kunden und Konsumenten über bestehende Regelungen hinaus zu informieren und zu schützen

Für die Beziehungen der Begriffe CR, CSR, CC, CG wurden auch klare Zuordnungen gefunden. Als Überbegriff wird CR (Corporate Responsibility) gesehen.

Die untergeordneten Begriffe CG (Corporate Governance) beinhalten die Grundsätze verantwortungsvoller Unternehmensführung und Transparenz über Prozesse, Regeln, Entscheidungsfindung, Rollen, Rechte und Pflichten aller Organe einer Organisation.

CSR (Corporate Social Responsibility) beinhaltet eine über die rechtlichen Pflichten hinausgehende freiwillige umfassende Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung im Rahmen der Tripple Bottom Line People - Planet - Profit. Nachhaltigkeit, oder besser als Prozess "nachhaltige Entwicklung" genannt wird, in dem Brundtland-Bericht von 1987 bezeichnet als: "Erfüllung der Bedürfnisse der jetzigen Generationen, ohne dabei die Möglichkeiten zukünftiger 'Generationen zu gefähreden, deren Bedürfnisse zu befriedigen. Auf der UNCED Konferenz in Rio wurde 1992 die Verpflichtung im Umgang mit gesellschaftlichen Ressourcen hinzugefügt.

Unter CC (Corporate Citizenship) wird das freiwillige Engagement und Investment von Organisationen in das Gemeinsesen verstanden. Diese Unterstützung kann durch eigene Produkte, finanzielle Mittel, Wissen oder Arbeitskraft eigener Mitarbeiter erfolgen.

Einführung und Umsetzung mit EFQM als Leitfaden

In den meisten Organisationen besteht bereits ein Managementsystem und/oder eine Vielzahl von vorhandenen Regeln und Anweisungen. Ein erster Schritt zur Entwicklung einer Corporate Responsibility kann eine Selbstbewertung durch ein Reifegradmodell sein. Ich schlage dafür die CSR Ansatzpunkte von EFQM vor, die einen ausgezeichneten roten Faden geben. Aus diesem ersten Scan ergibt sich eine gründlichere Aufbereitung der Themenfelder, eine Bewertungs-möglichkeit für die Prioritäten und nach einem Strategieworkshop die ersten Schritte für eine systematische, nachhaltige Entwicklung und einem fruchtbaren Lernprozess. Das EFQM-Modell bietet mit seiner Bewertungsystematik eine äußerst hilfreiche Unterstützung im Aufbau ihres CR Systems, insbesondere auch in der Strukturierung und gemeinsamen Sprache im Dialog mit ihren unterschiedlichen Interessensgruppen.

Autor: Johannes Pfister

ISO 26000 Grafik

5. Impressum

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Grundlegende Richtung: Infos zum Management von Organisationen