MANAGEMENTBRIEF Nr. 21 - 07 / 2009
Infos zum Management von Organisationen
Inhalt
1. Veranstaltungstermine
2. ThinkCamp
3. EU Projekt IMS 2020
4. Informationsmangel im Informationsüberfluss
5. Impressum
1. Veranstaltungstermine
Die nächsten Termine sind:
- DFSS 17: Design for Six Sigma Training ab 26. bis 30. Oktober 2009
- TA-16 TRIZ-A Fundamental 27. bis 28. Juli 2009
- GB-52+BB-23 Green und Black Belt Training ab 28. - 30. September 2009
- GB-53+BB-24 Green und Black Belt Training ab 12. - 16. Oktober 2009
- EP-01 ThinkCamp Entepreneur Programm ab 29. September 2009
Alle Termine finden Sie auf unserer Homepage:
2. ThinkCamp
Was ist ThinkCamp?
ThinkCamp verwirklicht die Idee der Nachhaltigkeit durch zukunftsweisende Projekte und ein innovatives Bildungskonzept für eine ausgewogene wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Entwicklung.
Entrepreneur Programm ab 01.10.2009
Im ThinkCamp Entrepreneur Programm entwickeln Intrapreneure und Entrepreneure Produkte und Prozesse und berücksichtigen dabei systematisch Nachhaltigkeit. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten Unterstützung von einem Netzwerk führender Experten. Für kleine und mittelständische Unternehmen ergibt sich hier die Möglichkeit ihr Wissensumfeld zu erweitern und gemeinsam eine systematische Entwicklung voranzutreiben. Gefördert werden dabei insbesondere Innovation, Best Knowledge und Best Practice Erkenntnisse und völlig neue pädagogische Vorgehensweisen. Das Programm startet am 01.10.2009. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an johannes.pfister(at)thinkcamp.eu
Wüstencamp
Der erste internationale ThinkCamp Dialog hat im April in Jordanien stattgefunden. Eine Gruppe von 12 deutschen und jordanischen Teilnehmern hat Ideen für die nachhaltige Regionalentwicklung in einem Wüstencamp erarbeitet und einen intensiven Austausch mit Universitäten und Entwicklungsorganisationen durchgeführt. Weitere Dialoge sind in verschiedenen Regionen geplant. Bitte registrieren Sie sich bei Interesse auf unserer Homepage www.thinkcamp.eu.
Autor: Johannes Pfister

3. Vorstellung des von der Europäischen Union unterstützten Projektes IMS 2020
IMS 2020 ist ein neues globales Projekt, das von einem Konsortium aus Europa, Japan, Korea, Schweiz und den USA gemeinsam geplant und vorangetrieben wird. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Erarbeitung von strategischen Roadmaps für Intelligente Manufacturing Systems (IMS) bis zum Jahr 2020. Diese Roadmaps sollen die wesentlichen Meilensteine für Innovationsinitiativen für eine wünschenswerte Zukunftsvision heraus arbeiten.
Das Projekt IMS 2020 will relevante Forschungsfelder für die langfristige und nachhaltige Gestaltung intelligenter Produktionsprozesse und -technologien in internationaler Kooperation identifizieren und umsetzen.
Dazu wurden bereits 5 Kernbereiche (Key Areas oder KATs) bestimmt:
1. Sustainable Manufacturing
Hier wird der komplette Lebenszyklus von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen betrachtet. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der nachhaltigen Ausrichtung innovativer Technologien beim Einsatz von Ressourcen und Materialien, von der Designphase, über Produktion und Logistik (Supply Chain) bis zum sog. End of Life.
2. Energie Effizient Manufacturing
EEM betrachtet Themenfelder, die mit dem Einsatz von knappen Ressourcen und dem Carbon Footprint von Fertigungsbetrieben zu tun haben; also Managemententscheidungen, die nach wie vor wichtige Aspekte in den "Score-cards of Manufacturing" darstellen.
3. Key Technologies
Key Technologies sind solche Technologien und Verfahren, die langfristige Auswirkungen auf zukünftige Produktionsstrategien (high impact on the next generation of manufacturing) haben werden , wie zum Beispiel model-based Enterprises, nano-Technologies, smart Materials, Robotik, Internet of Things (IOT) etc.
4. Standardisation
Standardisierung ist unter globalen Aspekten eine wichtige Eingangsvoraussetzung, nachhaltigen auf Kooperation basierenden Lösungen zum Erfolg zu verhelfen.
5. Education
Bildung und Training ist unabdingbar zur breiten Akzeptanz und Umsetzung nachhaltiger Konzepte. IMS 2020 beinhaltet Entwicklung, Akzeptanz und Verbreitung von neuen Lernmethoden und -Werkzeugen, wie eLearning, Technology Enhanced Learning, Serious Games, 3D Tools etc.

IMS 2020 hat folgende Hauptzielsetzung:
1. Preparation of a Roadmap for Future Manufacturing
Hierbei soll eine konsistente Roadmap for future (2020) Manufacturing Research in den 5 Kernbereichen (siehe oben) erarbeitet werden. Ziel ist unter anderem ein funktionierendes Interface zu den bestehenden European Technology Platforms und zu von außereuro-päischen Regierungen unterstützten Road-mapping Aktivitäten sicher zu stellen. Das Ergebnis der IMS 2020 Roadmap ist eine Liste übergreifender Themengebiete, die für eine globale Kooperation geeignet sind.
2. Identification of New Schemes and Frameworks
Dieses Ziel will neue Methoden, Modelle und Frameworks zur Verbesserung inter-regionaler Kooperationsprojekte erarbeiten.
3. Stimulation of the Participation of SME in R & D Projects
Durch die besondere Bedeutung mittelständischer Unternehmen (KMU=SME) für die europäische Wirtschaft sollen hier spezifische Maßnahmen erarbeitet werden, die die aktive Mitarbeit und Teilnahme von KMUs in internationalen Forschungsprojekten langfristig und nachhaltig erhöhen.
4. Community Building, Establishment and Consolidation
Dieses Ziel sieht vor internationale und inter-regionale Communities in den 5 Kernbereichen von IMS 2020 zu gründen, zu pflegen und zu unterstützen, um den effektiven Austausch von Wissen, Methoden und Resultaten zu fördern.
5. Support of new IMS Proposals
In diesem Bereich soll der Boden für neue Innovationsprojekte mit den Zielsetzungen 2, 3, und 4 bereitet werden ; dies beinhaltet sowohl gesetzgeberische Rahmenbedingungen, die Unterstützung von Networks of Knowledge, als auch Foren zur Diskussion und Information von Projektmöglichkeiten
Kern-Partner des Projektes IMS 2020 sind:
- Politecnico Di Milano
- Institute for Operations Management
- Eigengenössische Technische Hochschule Zürich
- Europeen Committee for Standardization
- COMAU, italien manufacturer
- CUICAR, automotive safety research institute
- Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne
- Fatronik Tecnalia
- Institute for Prospective Technological Studies
- Keio University of Japan
- KAIST university
- Instituto di Tecnoloie
- Holcim
- Norwegian University of Science and Technology
- Rockwell Collins
InterQuality ist an der Erstellung der IMS 2020 Roadmap beteiligt und wird Sie in den folgenden Management-Briefen auf dem Laufenden halten
Autor: Herbert Heinzel
4. Informationsmangel im Informationsüberfluss

Die Datenverwaltung und neue Technologien für das sogenannte „Data Warehousing" stellen Unternehmen vor wachsende Herausforderungen. Aktuelle Ergebnisse zeigen, dass manche Datenlager eher Datengräbern entsprechen, als modernen leistungsfähigen Instrumenten zu Entscheidungsfindung in Echtzeit.
Wie konnte das passieren?
Der Ansatz der „Service-oriented architecture" (SOA) klang vielversprechend "Let us unite everything everywhere and orchestrate them as services". Die tatsächliche Umsetzung von SOA hatte aber zur Folge, dass Terrabyte große Datenbanken gebaut wurden, die träge und oft unfähig sind diese Datenmengen in vernünftigen Reaktionszeiten zu bearbeiten.
Sogenannte „Data Mining" Programme sind aktuelle Lösungen, um in diesen „Datengräbern" noch nach brauchbaren Informationen zu „schürfen", die eventuell hilfreich sind das Geschäft und den Prozess zu optimieren.
Leider sind „Data Mining" Applikationen Programme, die in der Regel als offline Werkzeuge nicht echtzeitfähig sind - also kann es passieren, dass genau dann keine Informationen vorliegen, wann sie unter Umständen am Dringensten benötigt werden.
Die Entscheidungsträger der Firmen, die aber im Tagesgeschäft, also im „Hier-und-Jetzt" die richtigen Informationen benötigen, fordern deshalb neue Lösungen. Als Antwort lieferte die Industrie „Business Intelligence", die helfen soll aus den Daten verwertbare Informationen in Echtzeit zu beschaffen.
Bei der Implementierung geht man unterschiedliche Wege. Sehr interessant ist eine neue Technologie, die auf „Intelligence at the Point of Happening" * basiert.
Darunter versteht man, dass die Datenlieferanten selbst intelligent sind und wissen welche Informationen der Rezipient in Echtzeit zur Entscheidungsfindung benötigt. Die erstaunlichen Ergebnisse aus den ersten Installationen lassen aufmerken. Die Entscheider, Geschäftsführer und Manager sind begeistert, denn Sie erhalten nur die Informationen die sie brauchen, um Ihre Ziele zu erreichen. Diese Informationen sind dafür hochgenau und in Echtzeit verfügbar, natürlich automatisch generiert und als Zuckerl (oder I-Tüpferl), wenn möglich verbunden mit einer Vorhersage (Prediction) über den weiteren wahrscheinlichen Verlauf. Man kann also sogar die Folgen einer Entscheidung in Echtzeit sehen.
„Das klingt doch wirklich vielversprechend", denkt man sich, wie aber wird das erreicht?
Eigentlich ist die Umsetzung ganz einfach: Man lernt aus der Vergangenheit und implementiert die Erfahrung der Entscheidungsträger mit sogenannten KPI (Key Performance Indictors). Das können komplexe Formeln sein, die durch Variablen (mit Befindlichkeiten) in Echtzeit gefüttert werden. Die Variablen sind Informationen von intelligenten Datenquellen, die neben den klassischen Informationen z.B. „Temperatur" noch zusätzliche Attribute liefern. Und zwar die Informationen die notwendig sind diese Variablen zu qualifizieren: z. B. aktueller Luftdruck, Sensor Health, Niederschlag vor zwei Wochen. Im Prinzip alle Daten, die eine signifikante Korrelation zur Entscheidungsfindung aufweisen.
* „Intelligence at the Point of Happening" wurde unter der Leitung von Ideengeber Gerhard Rupp (Geschäftsführer der High Margin GmbH) in Kooperation mit der SSI Strategic Systems (SSI) bei der KRONES AG in Neutraubling implementiert und an verschiedenen Standorten erfolgreich getestet.
Autor: Bernhard Schimunek
5. Impressum
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